Mittwoch, 3. Oktober 2012

4. Runder Tisch "Tagespflege und Inklusion" am 27.09.2012

Der Runde Tisch "Tagespflege und Inklusion" wurde auf Initiative unserer Gruppe
und einer Tagesmutter, die ein Kind unserer Gruppe in der Tagespflege betreut,
ins Leben gerufen. Organisiert wird er von Malwina e.V., einer der drei
Beratungs- und Vermittlungsstellen für Tagesmütter und -väter in Dresden.
Teilnehmer des Runden Tisches sind interessierte Tagesmütter und -väter, Dr.
Frensel vom Eigenbetrieb Kindertageseinrichtungen, die Frühförder- und
Frühberatungsstelle der evangelischen Behindertenhilfe Dresden und interessierte
Eltern. Die bisherigen Ergebnisse können sich sehen lassen: So hat der
Eigenbetrieb die Tagespflege als gut geeignete Betreuungsform für Kinder mit
Behinderung anerkannt. Auch werden Unterstützungen für die Tagesmutter/-vater
und/oder das betreute Kind in Abhängigkeit vom individuellen Bedarf vom
Eigenbetrieb in Aussicht gestellt. In zwei Fällen wurden bereits eine personelle
Unterstützung der Tagesmutter und ein doppelter Platz vom Eigenbetrieb
finanziert. Außerdem ist eine Liste mit Tagesmüttern und -vätern im Entstehen,
die ein Kind mit besonderen Bedürfnissen betreuen wollen und können. Diese kann
dann an interessierte Eltern gegeben werden. Für die Tagesmütter und -väter wird
es im November eine erste Informations- und Fortbildungsveranstaltung zu diesem
Thema geben. Weitere sind geplant. Wir freuen uns sehr, dass seit unserer
Petition im November 2011 so viel positives passiert ist!

Protokolle:

Ergebnisprotokoll des Abends am 5.12.2011 zum Thema
„Inklusion in der Kindertagespflege“
·
die Kindertagespflege ist eine geeignete Betreuungsform fur
Kinder mit besonderen Bedarfen – bestatigt aus Sicht von
Eltern, TPP, den Mitarbeiterinnen der Fruhforderung und dem
Kinderarzt Herrn Dr. Hacker
·
die Betreuung von Kindern mit besonderen Bedarfen in der
Kindertagespflege in Dresden ist grundsatzlich gewollt und
soll weiterhin ermoglicht werden – bestatigt von Herrn Dr.
Frensel
·
es gibt mehrere TPP in Dresden mit oder ohne
Zusatzqualifikation, die gern bereit sind, diese Kinder zu
betreuen – bestatigt von anwesenden TPP
·
es wird eine Liste erstellt mit den Tagespflegepersonen, die
bereit und in der Lage sind, diese Kinder zu betreuen –
verantwortlich BVSt
·
es werden Rahmenbedingungen verhandelt in einem
paritatischen Gremium gemeinsam mit dem EB, die dann auf
den konkreten Einzelfall zugeschnitten werden –
verantwortlich BVST
·
Entscheidungen erfolgen immer im speziellen Einzelfall in
Absprache mit allen Beteiligten
·
„ wir befinden uns auf dem Weg“ und werden ihn gemeinsamweiter gehen: TPP, Eltern, BVSt und EB

Protokoll 2. Treffen Betreuung von Kindern mit besonderen
Bedarfen in der KTP am 7.2.2012
·
In der Richtlinie KTP in Dresden wurde verankert, dass die
Betreuung von Kindern mit besonderen Bedarfen ermoglicht
wird und gewollt ist. Das wird auch von der Leitungsebene
des EB Kita unterstutzt.
·
Tagespflegepersonen, die Kinder mit besonderen Bedarfen
betreuen mochten, schreiben es in ihrer Konzeption nieder, so
dass es inhaltlich beschrieben ist und fur Eltern transparent
ist.
·
Die Geeignetheit der Person und der raumlichen
Voraussetzungen stellt die zustandige BVSt in
Zusammenarbeit mit EB fest
·
Finanzieller Mehrbedarf kann begrundet beantragt werden
und wird bearbeitet. Es besteht gute Hoffnung, dass es
ermoglicht wird, sagt Herr Dr. Frensel. Die Entscheidungen
sind jeweils Einzelfalllosungen.
·
Die Fruhforderstelle Holzhofgasse bietet fachliche
Unterstutzung an im Rahmen von Beratung und Vernetzung,
dafur steht der Mitarbeiterin ein Zeitkontingent zur Verfugung,
da die Kinder dort auch betreut werden.
·
Gewunscht wird von den TPP, dass es fachlichen Austausch
gibt in Problemsituationen. Eine Anbindung wird organisiert.
Themen fur das nachste Treffen: voraussichtlich Ende April
·
Beschreiben von Handlungsablaufen mit dem Ziel, dass es
gleiche Handlungsablaufe in der BVSt gibt
·
Erstellen einer Liste mit Tagespflegepersonen an die sich die
Fruhforderstelle mit grundsatzlichen Anfragen wegen Platzen
wenden kann


Protokoll 3. Treffen Betreuung von Kindern mit besonderen
Bedarfen in der KTP am 3.7.2012 bei outlaw
Handlungsabläufe:
Zugangsmoglichkeiten fur Eltern
Eltern wenden sich direkt an TPP
Eltern wenden sich an die BVSt
Handlungsleitfaden, wenn sich Eltern direkt an TPP wenden
Eltern und TPP, auch in Zusammenarbeit mit
Fruhforderstelle klaren die Bedarfe des Kindes;
Vorentscheidung ob Betreuung vorstellbar wird getroffen
Kontaktaufnahme und Beratung in BVSt (Vorstellen der
Fordermoglichkeiten, Kontaktvermittl. zu anderen TPP...)
Antrag formulieren: Betreuung eines Kindes mit
besonderem Bedarf
Stellungnahme durch BVSt unter Einbeziehung der
Geeignetheit der Raumlichkeiten, der Geeignetheit der
TPP, der Unterlagen von Arzten und/oder
Fruhforderstellen, SPZ... sowie der beantragten Forderung
durch den EB
gesammelte Unterlagen werden in EB eingereicht und dort
bearbeitet;
der Bescheid wird der TPP zugeschickt
Handlungsleitfaden, wenn Eltern sich an die BVST wenden
Antrag formulieren: Betreuung eines Kindes mit
besonderem Bedarf
Beratungsgesprach und ggf. Kontaktvermittlung zu TPP,
die Kinder mit besonderen Bedarfen betreuen
Stellungnahme durch BVSt unter Einbeziehung der
Geeignetheit der Raumlichkeiten, der Geeignetheit der TPP,
der Unterlagen von Arzten und/oder Fruhforderstellen,
SPZ... sowie der beantragten Forderung durch den EB
gesammelte Unterlagen werden in EB eingereicht und dort
bearbeitet;
der Bescheid wird der TPP zugeschickt
Handlungsleitfaden, wenn sich im Betreuungsverlauf ein besonderer
Bedarf heraus stellt
Antrag formulieren: Betreuung eines Kindes mit besonderem Bedarf
Beratungsgesprach in BVSt unter Berucksichtigung der
Entwicklungsdokumentation der TPP, der Beobachtungen der Eltern
und der behandelnden Arzte und Therapeuten
Stellungnahme durch BVSt unter Einbeziehung der Geeignetheit der
Raumlichkeiten, der Geeignetheit der TPP, der Unterlagen von Arzten
und/oder Fruhforderstellen, SPZ... sowie der beantragten Forderung
durch den EB
gesammelte Unterlagen werden in EB eingereicht und dort bearbeitet;
der Bescheid wird der TPP zugeschickt
Fördermöglichkeiten des EB: Ideenpool
Finanzierung einer zeitlich begrenzten Assisten
Platz-Doppelt-Finanzierung
Finanzierung zusatzlicher Fallsupervisionen, Fallberatung...
Betreuung uber 3. Lebensjahr hinaus
Finanzierung besonderer Weiterbildungen
Sonderurlaub bei erhohter Anstrengung
Pläne:
Organisation einer Auftakt-Fortbildung fur alle TPP, die sich interessieren
in Vorbereitung mit der Fruhforderstelle Holzhofgasse Termin Herbst 2012
(Einstieg: wie gehe ich mit Kindern mit besonderen Bedarfen um, was
muss ich alles beachten?) und vielleicht auch 2013 eine
Folgeveranstaltung
Organisation von regelmasigem Fachaustausch
Themen für das nächste Treffen, in der 2. Septemberhälfte
Verabschieden der festgelegten Handlungsablaufe, in Vorbereitung von
Herrn Dr. Frensel
letzte Absprachen zur Fortbildung

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